
Zwangsadoption, ein nicht nur in Deutschland gepflegtes Tabuthema.
Zwangsadoption wird viel zu häufig willkürlich - "zum Wohle des Kindes vorangetrieben".
Die Einwilligung zur Adoption kann in speziellen Fällen ersetzt werden! Hier besteht eine große Gefahr durch Voreingenommenheit.
Am Freitag, 09.11.2007, erhielten wir per eMail einen Aufruf zur Beteiligung an einer Eingabe beim Bundestagspräsidenten.
Natürlich ist die Verfasserin dieser eMail einverstanden damit, dass wir diesen Aufruf und Ihre eMail veröffentlichen.
Wir veröffentlichen diesen Aufruf gern und fügen selbst unsere Antwort bei.
Hallo,
ich schreibe im Namen von einigen Betroffenen zum Thema Zwangsadoption.
Wir suchen Menschen, die wie ich durch die DDR von einer Zwangsadoption betroffen sind.
Kurz zu mir:
Ich wurde 1972 meiner kompletten Familie entrissen und das nur, weil ein Staat darüber bestimmte. Danach wurde meine leibliche Mutter in Bautzen II inhaftiert und ich wurde zur Adoption frei gegeben. Mein Bruder war damals knapp 7 und ich 4,5 Jahre alt.
Viele Jahre vergingen und die Spuren der Traumen sind heute noch vorhanden. Ich machte mich auf die Suche im Internet und suchte Informationen, welche rechtlichen Möglichkeiten vorhanden sind, um dieses Unrecht aus DDR-Zeiten wieder zu rehabilitieren.
Leider gab es zwar für Haftbedingungen Entschädigungen, doch die entrissenen Kindern / Eltern wurden einem nicht wieder zurückgegeben. Man nahm den Kindern die Wurzeln ihrer Herkunft und die Eltern verloren alles, was mit dem Kind/ern zu tun hatte.
Deshalb möchten wir einen Verein für die betroffenen Kinder und deren Eltern gründen. Weiterhin möchte ich mit vielen anderen Helfern eine Gesetzesänderung beantragen, was die Adoptionen betrifft. Erste Anschreiben an Politikern bestehen bereits.
Zwangsadoption in der ehemaligen DDR
Dazu brauchen wir aber eure Hilfe. Jede Stimme zählt. Bitte reicht den Link weiter. Je mehr Stimmen, desto mehr Kraft.
Noch etwas ist SEHR WICHTIG!
Wir brauchen dringend Fakten, um wie viele Opfer es sich handelt. Deshalb möchten wir auf unseren HPs gerne eine Liste erstellen, die dann dort auch sichtbar sein werden, wenn ihr dieses gestattet.
geraubte Kinder per Gesetz - Zwangsadoption
Verein Siebenherz i.G. (Stand: 17.10.2007)
In der Liste kann dann z.B. stehen:
Wenn ihr betroffen seid, dann meldet euch bitte über meine Homepage, da ich leider nicht die Zeit habe, mich durch alle Foren zu lesen.
Es ist wichtig, bitte helft mir/uns/euch, denn gemeinsam sind wir stark!!!
Wenn ihr möchtet, dann nehme ich auch eure Geschichte in meiner Homepage auf.
Ich und all die anderen betroffenen Menschen danken euch von ganzen Herzen.
Liebe Grüße Katrin B. und im Namen aller Betroffenen
Sehr geehrte Frau B.,
wenn Sie damit einverstanden sind, stelle ich Ihren Beitrag gern auf unserer Homepage ein, denn wie Sie richtig bemerken gab es Zwangsadoption nicht nur in der DDR und auch dort nicht nur aus politischem Grund.
Im Adoptionsgesetz
(1)Ersetzung der Einwilligung zur Adoption, BGB § 1748 III
Im Rahmen des objektiven Ersetzungsgrundes der dauernden Erziehungsunfähigkeit ist eine zusätzliche Prüfung unter dem Gesichtspunkt des unverhältnismäßigen Nachteils bei Unterbleiben der Adoption nicht vorzunehmen.
Ist das Aufwachsen des Kindes in einer Pflegefamilie gesichert, kann daher die Ersetzung der Einwilligung der Eltern in die Adoption nicht darauf gestützt werden, dass der Status eines angenommenen Kindes günstiger sei als der eines Pflegekindes.
BGH, Beschluß v. 15. 10. 1996 - XII ZB 72/96
Bundesverfassungsgericht - 1 BvR 2114/02
hier finden Sie eine Auseinandersetzung mit der Materie vor dem Bundesgerichtshof aus dem Jahre 2002.
Ersetzung der Einwilligung eines Elternteils
auch hier finden Sie wieder Hinweise darauf, wie mit dem Recht auf "Eltern" und mit dem Recht von "Eltern" umgegangen wird.
Alles in Allem lässt sich leider ausführen, dass der "Handel mit Kinder" ... viel Unheil anrichtet und meist wird nicht bedacht, dass eine Zwangsadoption auf allen Seiten große Traumen auslöst.
Nun ist es an Ihnen zu entscheiden, ob wir Ihren Beitrag auf unserer Seite veröffentlichen sollen, was wir sicherlich sehr gern tun wüürden.
Mit freundlichen Grüßen
Marlies Born
Liebe Marlies,
ich freue mich sehr über Ihr Angebot und bin Ihnen sehr dankbar dafür. Wenn Sie einverstanden sind, dann würde ich sie gerne auf meine Homepage verlinken. Dazu benötige ich aber den genauen Link.
Lieben Gruß Katrin